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Fondation Trésor Utrecht

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Nummer 34, Oktober 2011 (Auszug)

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Hypsiboas boans
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Neue Arten im Trésor gefunden

Vijko Lukkien

Untersuchungen im Jahr 2010 im Trésor bringen viele neue Arten hervor für unser Reservat, für Französisch-Guyana und wahrscheinlich auch ein paar für die Wissenschaft.
Im Trésor Nieuws 32 (Oktober 2010) berichtete Olivier Tostain (Vorsitzender der Association Trésor) bereits über die ersten Ergebnisse der botanischen Untersuchungen in den Sumpfwäldern entlang dem Grenzfluss Orapu und auf zwei Hügeln, die isoliert im Savannegebiet unseres Reservats liegen.



1-Ein Teil der Savanne mit den isolierten Hügeln rechts oben, im
Schatten einer Wolke.


3-Astrocaryum rodreguiseii, eine seltsame Palmenart.


4-Paypayrola confertiflora.


5-Heterotaxis villosa.


6-Pleurothallis aristata.


7-Bromelia agavifolia.


8-Eine neue Pflanzenart aus der Gattung Polygala.


9-Malanea martiana.


10-Himatanthus phagedaenicus.


12-Epidendrum linearidiforme.


13-Voyria aurantiaca.




Diese Untersuchungen sind in der Periode Juni bis Dezember 2010 unter Leitung von Frau Renske Ek, durchgeführt von Olivier Tostain, unseren Waldaufsehern Benoît (Ben) Villette und Jef Szpigel, und den Herren Guillaume Léotard, Tanguy Deville und Vincent Pelletier.

Die Untersuchungen ergaben nicht nur neue Pflanzenarten. Kévin Pineau (Vogelkenner und Kassenführer der Association Trésor) machte im Trésor Nieuws 33 (April 2011) Meldung von der Entdeckung einer besonderen Vogelart im Savannegebiet, dem Schwarzen Manakin. Dieser Schwarze Manakin schien nicht nur die erste Entdeckung dieser Art im Trésor Reservat zu sein, sondern war bisher noch nicht eher in Französisch-Guyana wahrgenommen!


2-Anaphyllopsis americana, die
Logogrammpflanze vom Trésor
Diesen Sommer hat Renske Ek den reich illustrierten Abschlussbericht über diese Untersuchungen fertiggestellt, mit dem Titel: "La forêt marécageuse et les collins isolées de la Réserve Trésor, Guyana française" (Ek et al. 2011).

In diesem Bercht ist ein Schatz an detaillierter Information zu finden, über die Ergebnisse dieser Untersuchungen. Er ist auβerdem mit einer CD versehen mit prächtigem Fotomaterial, das von Olivier Tostain zur Verfügung gestellt wurde.

Wie Renske Ek in ihrem Abschlussbericht vermeldet, kann diese botanische Untersuchung in den Sumpfwäldern entlang dem Fluss Orapu und auf den isoliert gelegenen Hügeln (Foto 1), als Abschluss eines vollständigen Programms beschaut werden (aufgenommen im Verwaltungsplan des Reservats), worin jetzt alle Vegetationstypen einer ersten Untersuchung unterworfen wurden.

In der Einleitung des Berichts vermeldete sie, dass die Sumpfwälder gut 30% der totalen Oberfläche des Reservats umfassen (2464 Hektar, ohne die späteren Ausbreitungen), und die isolierten Hügel nur 1,5%.

Aus früheren Untersuchungen (EK et al. 2000) hatte sich schon gezeigt, dass in dem Waldtyp auf diesen isolierten Hügeln, Pflanzenarten vorkommen, die anderswo im Reservat nicht angetroffen werden.

Der Sumpfwald war eigentlich, bevor diese letzte Untersuchung stattfand, noch ein groβenteils unbekanntes Gebiet. Wohl war schon früher bekannt, dass diese Sumpfwälder das Biotop bilden von der "Logogrammpflanze" der Stiftung Trésor, der Anaphyllopsis americana (Foto 2).

Das Feldforschungsteam, unter Leitung von Olivier Tostain, besuchte im Ganzen fünf Mal das Forschungsgebiet und zwar in den Monaten Juni, August, September und Dezember. Hierdurch konnte ein ziemlich komplettes Bild von den vorkommenden Pflanzenarten erzielt werden und insgesamt wurden in dieser Untersuchungsperiode 363 Pflanzenkollektionen gesammelt. Hiervon gehörten 111 zur Familie der Orchidaceae!

Bis heute hat diese Untersuchung 101 neue Arten an die totale Liste von gefundenen Pflanzenarten im Trésor Reservat zugefügt, wodurch der Zähler von Arten jetzt auf 1233 steht.


Sicher 55 Arten aus dieser Liste sind seltsam und/oder geschützt oder endemisch (begrenzt in der Verbreitung auf ein relativ kleines oder lokales Gebiet).

Nicht alles gesammelte Material konnte bisher auf Name bestimmt werden. Dadurch können wir erwarten, dass in der näheren Zukunft die Liste für das Trésor Reservat mit weiteren neuen Arten ergänzt wird.

Es ist sowieso deutlich, dass jede Forschungsexpedition bis heute immer eine groβe Anzahl neuer Arten für unser Reservat aufgebracht hat. Hieraus können wir konkludieren, dass das Trésor Reservat nicht nur über einen besonders groβen Artenreichtum verfügt, sondern auch, dass die Liste von Arten sicher noch nicht vollständig ist.

Auf den isolierten Hügeln sammelte das Team insgesamt 98 Pflanzenkollektionen, worunter Material von 50 Vertretern der Familie der Orchidaceae.

Zu den besonderen Arten, die hier gefunden wurden, gehören unter anderen eine seltsame Palmenart, Astrocaryum rodreguiseii (Foto 3) und ein anfangs unbekannter Vertreter der Familie der Violaceae der Gattung Paypayrola mit beinah weissen Blumen (Foto 4). Nach dem Erscheinen des Untersuchungsberichts, konnten zwei Spezialisten ihn auf Namen bestimmen; es scheint um den Paypayrola confertiflora zu gehen, eine sicher nicht allgemeine Art, aber wohl schon bekannt für die Guyanas.

Auβerdem wurden für das Reservat zwei neue Orchideenarten gefunden: die seltsame Heterotaxis villosa (Foto 5) und die ebenso hübsche Pleurothallis aristata (Foto 6). Schlieβlich wurde auch noch das Vorkommen einer Bromelia (Bromelia agavifolia) festgestellt, die ausschlieβlich in einem begrenzten Verbreitungsgebiet in Französisch-Guyana vorkommt (Foto 7).

In den Sumpfwäldern entlang dem Fluss Orapu, machte das Forschungsteam noch mehr besondere Funde, wovon mindestens einer eine Art betrifft der Gattung Polygala (Gewöhnliche Kreuzblume), die sehr wahrscheinlich neu ist für die Wissenschaft (Foto 8).

Auβerdem konnte man eine Anzahl Arten determinieren, die nicht nur neu sind für das Trésor Reservat, sondern sehr wahrscheinlich auch neu für Französisch-Guyana und in ein paar Fällen sogar für die drei Guyanas.

Letzteres gilt für einen Vertreter der Familie der Rubiaceae (Kaffeegewächse), nämlich die Art Malanea martiana (Foto 9).


11-Encyclia guianensis.

In den Sumpfwäldern wurden sicher drei Arten gefunden, die sehr wahrscheinlich neu sind für Französisch-Guyana. Dies sind ein Vertreter der Familie der Apocynaceae, Himatanthus phagedaenicus (Foto 10) und zwei Orchideen, Encyclia guianensis (Foto 11) und Epidendrum linearidiforme (Foto 12).

Von einem Saprophut (Pflanze ohne Blattgrün, die sich mit Hilfe von Schimmeln ernährt), einem Vertreter der Familie der Gentianaceae, nämlich Voyria aurantiaca (Foto 13), ist sehr wahrscheinlich in unserem Reservat zum ersten Mal ein Foto gemacht.

Zurückblickend auf die Ergebnisse dieser Untersuchungen, können wir sicher sagen, dass sie viel zugefügt haben an die Kenntnisse über den botanischen Reichtum des Trésor Reservats und dass von Renske Ek und dem Team von Olivier Tostain ausgezeichnete Arbeit verrichtet wurde.

Ref.: Ek, R.C., B.G. Bordenave, R. Sluiter & E.C. van der Knaap. 2000. The floristic composition and vegetation structure of the Trésor Reserve, French Guiana/ Inventaire de la composition floristique et de la stucture de la végétation de la Réserve Trésor, Guyane française. Internal report, Utrecht University.

Ek, R.C., O. Tostain, G. Léotard, V. Pelletier, T. Deville, B. Villette & J-F Szpigel. 2011. La forêt marécageuse et les collines isolées de la Réserve Trésor, Guyane française/ The swamp forest and isolated hills of the Trésor reserve, French Guiana. Internal report, Utrecht University.

Fotos: Olivier Tostain und Vincent Pelletier
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Trésor beherbergt einen auβergewöhnlichen Fischreichtum

Benoît Villette, Hélène Guillen

Zweite Inventarisierung der Fische im Trésorreservat, September 2011 Im Dezember 2009 wurde die erste ichtyologische (Fisch-) Inventarisierung auf dem Gelände des Naturreservats Trésor durchgeführt, wobei das Vorkommen von 29 Arten nachgewiesen werden konnte (siehe TN 30). Diese Liste schien uns sehr unvollständig, angesehen anderer Inventarisierungen in ähnlichen Gebieten, und auch vorallem weil die Untersuchung damals nicht unter optimalen Umständen durchgeführt werden konnte, wegen starker Regenfälle, wodurch nur wenige Daten gesammelt werden konnten. Aus diesem Grund wollte das Team vom Reservat die Untersuchung erneut durchführen, um die Liste der Fische zu ergänzen.

Sieben Tage lang hat ein Team des Forschungsbüros BIOTOPE, unter Leitung von Frédéric Melki, Ichtyologe, spezialisiert in den Fischen von den Guyanas, verschiedene Stellen des Reservats zusammen mit den Waldaufsehern untersucht.
Die Stellen, die bei dieser zweiten Inventarisierung an die Reihe kamen, wurden 2009 nicht oder nur kaum untersucht:

  • Der Unterlauf von zwei Creeken, die im Orapu (Crique Favard und Crique Savane) münden. Es betrifft tiefes Wasser mit viel Ablagerung und einem sehr schlammigen Boden, stark beeinflusst durch den Gezeitenwechsel.
  • Der Crique Roche, ein Waldcreek, der einen ganz auβergewöhnlichen Habitat bildet durch einer Anzahl von groβen und kleinen Wasserfällen und groβen Felsenbecken. Durch die an die Oberfläche kommenden Lateritfelsen, ist es ein seltsam vorkommendes Biotop auf dem Montagne de Kaw.
  • Der Crique Favard, wo er den alten Waldweg nach Placer Trésor kreuzt, also ein ganzes Stück stromabwärts vom Gebiet das 2009 untersucht wurde. Es ist ein Gebiet wo viele kleine Flüsschen mit Creeken zusammenkommen und ein breiteres Bett bilden.
Während der Untersuchung an diesen drei Stellen wurden im Ganzen 52 Arten identifiziert. Mit dem bloβen Auge von oben und unter Wasser mit Tauchbrille, um schnell einen Eindruck von der Population zu bekommen. Anschlieβend durch Fänge mit Keschern, Reusen, Netzen oder Angeln. In Französisch-Guyana gibt es Arten, die morphologisch sehr dicht verwand sind und nur eine eingehende Untersuchung von den gefangenen Arten macht es möglich sie zu unterscheiden.


Loricaridae (Ancistrus cf. leucostictus), sind merkwürdige Fische, die viel in schnellströmenden Teilen von Creeken und Flüssen vorkommen.


Gegen den Strom auf dem Orapu unterwegs zu den Mündungen der Creeken des Reservats.

Durch das Herumschauen mit einer Tauchbrille unter Wasser, können wir schnell Arten identifizieren, die sich schwierig fangen lassen.
Es ist wichtig sowohl tagsüber als auch nachts Untersuchungen zu machen. Die Nachtarten, insbesondere die Welsartigen und die Zitteraale, lassen sich tagsüber nicht sehen. Für eine vollständige Inventarisierung sind Nachtwahrnehmungen also unentbehrlich. Beinah alle gefangenen Fische wurden identifiziert und wieder freigelassen. Nur ein paar wurden aufbewahrt um die Art feststellen zu können.
Zusammen mit den Daten von Dezember 2009 haben wir nun im Ganzen 54 Arten und das ist eine sehr interessante Menge, angesehen der begrenzten Breite der Wasserläufe und dem relativ geringen Umfang des Stromgebiets der Creeken im Trésor.


Helogenes marmoratus, ein kleiner Nachtwels.

Der Patakka (Hoplias malabaricus) ist einer der wichtigsten Raubfische der Creeken im Reservat. Dieser wurde in einer Reuse gefangen und nach der Identifizierung wieder freigelassen.


Krobia aff. guianensis, ein Cichlide der endemisch ist in Französisch-Guyana.
Es ist bemerkenswert, dass während der Inventarisierung eine groβe Garnelenart, Macrobrachium carcinus, vielfältig angetroffen wurde im Crique Roche und nur da. Es ist zum ersten Mal, dass diese Art, bekannt von den Antillen und einigen Orten in Südamerika (zwischen Mexiko und Brasilien), in Französisch-Guyana gefunden wurde. Diese Entdeckung zeigt wie auβergewöhnlich der Crique Roche ist im Vergleich mit anderen Wasserläufen und zeigt auch, dass die Wasserqualität dieses Gebietes ausgezeichnet ist. contenu

Edukative Sommeraktivitäten in Trésor

Benoît Villette, Hélène Guillen

Die Association Trésor hat, wie auch letztes Jahr, Experten auf ein spezifisches biologisches Thema gefragt Besucher zu führen um sie andere Aspekten des Reservats zu sehen lassen als der die gewöhnlich durch die Förster erklärt werden. In Juli en August 2011 waren die folgenden fünf Themen programmiert: Vögel, Bäume und Holzqualität, Orientierung im Wald, Farne und zum Schluss kleinere Tiere.


Thomas Luglia richtet den Feldstecher
auf einem Vogel.



Olivier Bruneaux erzählt über Holz.


Benoît Jambu: was geht mit im Rücksackβ


Michel Boudry zeigt die Geschichte einer Farne.


Marguerite Delaval erzählt über Fledermäuse.

Vögel
Ziel der ersten Führung war mehr zu wissen zu kommen über Vögel. Thomas Luglia, aktiver Freiwilligen der GEPOG (Groupement dβétude et de protection des oiseaux de Guyane) hat am Samstag den 23. Juli die Spitze abgebrochen mit einer dreiteiliger Führung. Morgens um sieben Uhr werden die Besucher bewillkommnet und könnten sie zum Anfang von einem festen Observationspunkt auf die Terrasse des Eintrittsgebäude mit Feldstecher Vögel beobachten. Von hieraus liessen Tukane, Stärlinge, Tangaren, Bussarde usw. sich bewundern.
Nach eine wohlverdiente Tasse Kaffe mit Biskuits als Frühstück wurde einen kurzen PowerPoint Vortrag vorgezeigt um Erklärung zu geben über Populationschwankungen von den vorkommenden Vögel im Regenwald. Danach folgte eine kurz gefasste Vortrag über was speziell im diesen Gebiet im Reservat gemacht wird, vor allem von dem Vögelringforschung. Danach könnten die Teilnehmenden während eine Wanderung über dem botanischen Pfad noch einige weitere Vogelarten sehen in dem Unterwachstum des Walds.

Bäumen und Holzqualität
Am Mittwoch den 27. Juli organisierte Olivier Brunaux, Ingenieur vom Staatsbosbeheer, eine Führung mit als Thema die Bäume und die Eigenschaften vom Holz der unterschiedliche Bäume der unter Andere geeignet sind für die Holzindustrie. Den Teilnehmenden würde gezeigt wie man anhand der Merkmale wie die Borke, die Früchten oder die Blätter, von jedem Art etwas über die Qualität des Holzes lernen kann. Die Wanderung musste leider frühzeitig abgebrochen werden wegen schwere Regenfall, wodurch jeder von uns musste unterschlüpfen im Eintrittsgebäude.

Orientierung im Wald
Am Samstag den 6. August hat Benoît Jambu, diplomierte Guide Langdistanzwanderungen, zusammen mit den zwei Förster des Reservats einen Vortrag über die Orientierung im Wald gegeben, oder: wie benutzt man einen Kompass und GPS und was geht in den Rücksack bevor man mit einer kurzen Tour durch den Wald anfangt. Speziell für diesen Gelegenheit hatten sie ein Spiel bedacht wobei gruppenweise mit Benützung eines GPS bestimmte Bäume entlang dem Pfad oder Figuren von Tiere die vorher auf dem Pfad abgestellt waren, gefunden werden mussten. Alle drei Gruppen ist es gelungen ihre Schatz zu finden, zuweilen mit Hilfe von den Guide, wann das GPS nicht exakt genügend war. Weil dieses Spiel so viel Spass macht, gehen wir es weiter entwickeln, so dass wir es auch benützen können bei Führungen von Familien mit Kinder.

Farne
Am Samstag den 13. August hat Michel Boudry, Experte auf dem Gebiet von Farne (Pteridofyten), zum zweiten Jahr aufeinanderfolgend die Besucher Bekanntschaft gemacht mit den verschiedene Arten von Farne entlang des botanisches Pfad von Trésor. Die verschiedene Erscheinungsformen der diese Gruppe von Sporenpflanzen zu bieten hat, werden abgehandelt: kleine, Baumfarnartige Arten, Grundfarne und Epifyten. Eine Bolbitis semipinnatifida, eine grosse Farne aus dem Unterwachstum, hatte ein wunderbares fruchtbares Blatt mit Sporenhäufchen, eine Erscheinung dass lange nicht immer bei jedem Blatt dieses Arts gesehen wird. Diese Führung ist unbestreitbar den am meist spezialistischen der angeboten wurde an einem Publikum dass meistens nicht die Gelegenheit hat sich in solchen Themen zu vertiefen.

Kleine Tiere
Bei der letzten Führung, am Freitag den 19. August, wurde geraume Aufmerksamkeit gemacht auf den kleinen Tiere die in unserem Reservat zu finden sein. Eine nächtliche Exkursion wurde organisiert in zwei Teilen: der erste Teil wurde organisiert von Marguerite Delaval, Expertin auf dem Gebiet von Fledermäuse und Konservatorin vom Naturreservat Nouragues. Der zweite Teil wurde von Christian Marty organisiert, ein sehr vielseitige Naturkenner, der vor allem interessiert ist in Reptile und in der Forschung an kleinen Tiere in Französisch-Guyana, vor allem an dem Arten der mehr oder weniger gefährlich sein können.
Zum ersten hat Marguerite die verschiedene Arten von Fledermäuse gezeigt auf grossen Bilder. Danach hat sie demonstriert wie einen Batdetector funktioniert. Dieses Gerät wandelt nämlich den Ultraschall um in Frequenzen die hörbar sind für das menschliches Gehör. Mit einem Computerprogramm werden danach die Frequenzmuster der aufgenommen Geräusche sichtbar gemacht. Hierdurch ist es möglich die Arten zu identifizieren am Hand von den Geräusche der sie gemacht haben. Diese Forschung steckt noch in den Kinderschuhen in Französisch-Guyana. Bis jetzt sind gut hundert Arten gezählt, aber welchen spezifischen Geräusch jeden Art verursacht ist noch nicht bekannt.
C'est ensuite Christian qui a pris le relais et les participants ont été invités à rechercher le long du sentier mygales, scorpions, amblypyges, scolopendres, amphibiens, lézards et serpents qui n'ont pas manqué de se faire photographier.

Danach hat Christian es übernommen und wurden die Teilnehmer eingeladen entlang des botanisches Pfads Vögelspinne, Skorpione, Geisselspinnen, Tausendpfote, Amphibien, Echsen und Schlangen zu suchen, die vielfältig fotografiert werden.

Wiederhohlungsfähig
Diese Führungen waren einen Riesenerfolg, jeder war begeistert über die viele Entdeckungen. Die lokale Experten haben gratis mitgewirkt, wir danken sie herzlich für den freiwilligen Einsatz für das Leben im Reservat. contenu

Nachrichten aus dem Regenwald

Hélène Guillen


Info-Folder Trésor
Das Regionale Naturreservat (RNR) Trésor hat jetzt einen Folder zum Informieren vom Publikum in Französisch-Guyana über seine Existenz. WWF Französisch-Guyana hat uns einen finanzielle Beitrage geliefert im Rahmen von ihre Unterstützung an den geschützte Gebieten der drei Guyanas. Der Folder ist ein in drei Teilen gefalteten A4-Papier mit vielen Bilder. Das Publikum kann dort wichtige Informationen finden über das Reservat, wie wie man dort kommt, den botanischen Pfad und die Umweltedukativprojekten im Reservat. Kévin Pineau, vorher Förster und jetzt Kassierer der Association hat dieses Projekt geführt. Der Entwurf und die Durchführung sind von Guillaume Feuillet von Kayenstore.

Ein neues Auto und ein Kahn

Unsere Peugeot Partner musste nach Jahren zuverlässige Dienst ersetzt werden. Das wäre möglich wegen mehrere Spenden: sowohl von dem Regionalrat Französisch-Guyanas der uns diesem Jahr substantiell unterstütz hat als von der Stiftung Trésor, die uns erneut zu Hilfe gekommen ist, wie sie bei der geringste Schwierigkeit gewohnt ist. Es ist ein Peugeot Partner neue Generation, Sandfarbig und hat jetzt schon das Logo des Reservats.
Für kurzen haben wir auch noch eine kleine Boot beschäftigt um unsere Försterarbeiten aus zu führen können an der süd- und Westseite des Reservats auf dem Fluss Orapu wie vorgesehen im Geschäftführungsplan. Bevor mussten wir immer ein Wasserfahrzeug von Drittpersonen leihen, wodurch wir unsere Fahrten schon früh im voraus planen mussten. Jetzt ist das Team des Reservats ausgerüstet mit einem Pelican Kanu der Platz bietet an drei Personen, wo einen 4-Takt Suzukimotor von 5 Ps angehangen werden kann. contenu

Die weiterführende Forschung über Kohlenstoffspeicherung
im Regenwald

Ariane Laporte-Bisquet und Alexandra Mitsiou,
étudiantes Master de la Faculté Bêta (Biologie), Université d'Utrecht.

Das Ziel der Stifung Trésor ist es, die Regenwälder Südamerikas mithilfe konkreter Projekte wie dem Schutz des Trésor Naturreservates in der Montagne de Kaw, Französisch-Guyana, zu beschützen. Die Stiftung hat ausserdem in den vergangenen Jahren diverse wissenschaftliche Forschungsprojekte im Zusammenhang mit der vorkommenden Biodiversität und dem Kohlenstoffzyklus von Regenwäldern unterstützt. Im Rahmen unseres Masterstudiums an der Universität Utrecht bekamen wir die ausserordentliche Chance, zusammen mit dem Trésor Naturreservat in Französisch-Guyana ein Forschungsprojekt auszuführen.
Wir sind zwei internationale Masterstudentinnen: Alexandra Mitsiou aus Griechenland studiert ökologie und Verwaltung von Naturressourcen, und Ariane Laporte-Bisquit aus Frankreich studiert nachhaltige Entwicklung. Dieses Forschungsprojekt war der zweite Schritt im Pioniersprojekt, das 2010 durch zwei Masterstudenten der Universität Utrecht, Anna Duden und Ineke Roeling, durchgeführt wurde. Ein Bericht darüber ist in der letzten Ausgabe der Trésor Nieuws (TN 33) zu finden.


Ariane Laporte-Bisquit (links) und Alexandra Mitsiou messen den
Diameter auf Brusthöhe (DBH) eines Baums im Trésor Reservat.



Ein Teil des Feldforschungs-Teams: Studenten und Botaniker des
CIRAD vor dem Entreegebäude des Trésor Reservates.
Von links nach rechts: Ariane Laporte-Bisquit, Pascal Petronelli,
Petrus Naisso, Alexandra Mitsiou.

Das Ziel unseres Forschungsprojekts bestand darin, die lokalen Variationen im Holzschlag und den Effekt davon auf die oberirdische Biomasse und die Kohlenstoffvorräte in Französisch-Guyana zu studieren. Das Konzept unseres Forschungsprojekts ist stark gekoppelt an die internationale Besorgnis über den Ausstoss von CO2, verursacht durch Entwaldung und Walddegradation, und die dringend nötigen Massnahmen um dies zu verhindern, zusammengefasst unter der Bezeichnung REDD (Reduced Emission (by avoided) Deforestation and Degradation). Das Konzept von REDD besteht darin, finanzielle Stimulierungsmassnahmen zu schaffen um Entwicklungsländern zu helfen, ihre Wälder zu beschützen statt auszubeuten. Um für einen effizienten REDD-Mechanismus zu sorgen, wird es zuallererst notwendig sein, eine genaue Einschätzung der Kohlenstoffvorräte, die in der oberirdischen Biomasse der Regenwälder gespeichert sind, zu machen. Unser Forschungsprojekt hat deshalb als Ziel, das heutige Verständnis zweier die oberirdische Biomasse von Französisch-Guyana beeinflussender Faktoren zu entwickeln: Regionale Variation von Waldtypen und der Effekt von selektivem Holzschlag in bestehenden Wäldern.

Für dieses Forschungsprojekt haben wir während eines Zeitraums von vier Monaten (Februar bis Mai 2011) Feldforschung in der Montagne de Kaw, wo auch das Trésor-Reservat liegt, ausgeführt. Wir haben in dieser Zeit mit verschiedenen Organisationen und Forschungszentren in Französisch-Guyana zusammen gearbeitet: der Association Trésor, der französischen Forstverwaltung (ONF), dem französischen Agrarischen Forschungszentrum für Internationale Entwicklung (CIRAD), dem Forschungszentrum für ökologische Erforschung der Wälder in Französisch-Guyana (EcoFoG), und dem WWF Französisch-Guyana. Bei unserer Ankunft im Februar mit unserem Betreuer Vijko Lukkien wurde eine übereinkunft zwischen diesen Parteien unterschrieben, um diese vielgestaltige Zusammenarbeitsübereinkunft offiziell zu machen. Wir sind besonders dankbar für alle Hilfe und Ratschläge, die wir von diesen Organisationen während der Ausführung unseres Forschungsprojekts erhalten haben. Wir waren sehr beeindruckt von der Anteilnahme an unserem Projekt und der wohlwollenden Bereitschaft, uns zu helfen und ihr Wissen, ihre Daten und ihre Ausrüstung mit uns zu teilen.

Für das Sammeln der Daten für die Untersuchung der Kohlenstoffvorräte haben wir die angepasste Gentry plot-Methode, deren Gebrauch uns vom CIRAD und vom EcoFoG sehr nahegelegt wurde, benützt. Dies ist eine Methode, bei der auf standardisierte Weise stets Waldstücke im Feld ausgesteckt werden (inklusive genügender Wiederholungen), worin die Messungen gemacht werden. Die Messungen wurden an der Baumhöhe (in den verschiedenen "plots") und am Diameter auf Brusthöhe (DBH) vorgenommen. Total wurden ungefähr 3000 (!) Bäume drei verschiedener Waldstandorte vermessen: dem Trésor Reservat, einem Primärwald, sowie einem teilweise (selektiv) geschlagenen Wald innerhalb eines Gebiets der französischen Forstverwaltung (ONF). Diese Messungen wurden für die Berechnung der oberirdischen Biomasse und der Kohlenstoffvorräte an jedem Waldstandort gebraucht.

Die wichtigsten Ergebnisse unseres Forschungsprojekts können in den Abbildungen 1 und 2 zusammengefasst werden. Alles in allem wurden in Vergleich mit dem ONF Primärwald mehr oberirdische Biomasse und demzufolge grössere Kohlenstoffvorräte im Trésor Reservat gefunden, was einmal mehr die Priorität für den Walderhalt des Trésor Reservates unterstreicht (Abbildung 1).


Abbildung 1: Oberirdische Biomasse im Trésor Reservat, ONF Primärwald und ONF selektiv geschlagener Wald.
DAGB: Tote Oberirdische Biomasse; Lianas: Biomasse von Lianen;
DBH (2.5-10 cm): Oberirdische Biomasse von kleinen Bäumen mit DBH zwischen 2.5 und 10 cm;
DBH >10: Oberirdische Biomasse von grossen Bäumen mit DBH > 10 cm.
Daten aus: Duden & Roeling, 2010; Laporte-Bisquit & Mitsiou, 2011.

Die wichtigsten Beiträge an den totalen Kohlenstoffvorrat werden durch die grossen Bäume mit einem Diameter auf Brusthöhe (DBH) von mindestens 10 cm geliefert. Ausserdem wurde gezeigt, dass Holzschlagaktivitäten sowohl den Kohlenstoffvorrat als auch die Waldstruktur beeinflussen (Abbildung 2). Die wichtigste Erklärung für diese Ergebnisse unseres Forschungsprojekts schien die Entfernung grosser Bäume aus dem Wald durch Holzschlag zu sein (Abbildung 2). Schliesslich zeigte das Forschungsprojekt in Bezug auf die regionale Variation in Waldtypen in Französisch-Guyana, dass keine grossen Unterschiede zwischen den verschiedenen Waldstandorten bestehen, obwohl die oberirdische Biomasse innerhalb einer bestimmten Region variiert.


Abbildung 2a-b: Effekte von selektivem Holzschlag auf die oberirdische Struktur des Waldes.
Daten aus: Duden & Roeling, 2010; Laporte-Bisquit & Mitsiou, 2011.

Während unserer Feldforschung auf der Montagne de Kaw wohnten wir mit den beiden Förstern Jef Szpigel und Benoît Villette im Entreegebäude des Trésor Reservates. Jef und Ben beteiligten sich an unserer Feldforschung und halfen uns bei allen damit zusammenhängenden praktischen Angelegenheiten. Nicht nur haben sie viel zur Ausführung unseres Projekts beigetragen, sondern sie haben während unseres ganzen Aufenthaltes in Französisch-Guyana auch ihre Leidenschaft für die Natur und die Tierwelt mit uns geteilt. Im tropischen Regenwald zu arbeiten war, mal abgesehen von den Schwierigkeiten wie ein ganzer Arbeitstag mit durchnässten Kleidern im tropischen Regen, eine aufregende Erfahrung. Wir hatten die Chance, während unserer Arbeit Schlangen und Affen zu sehen und zu erfahren, wie es ist, in einem tropischen Regenwald umringt von teils tödlichen Schlangen und Spinnen, aber auch wunderschönen Fröschen und überwältigend grossen Bäumen zu arbeiten. Der Aufenthalt im Entreegebäude des Trésor Reservates war sowohl ein Abenteuer als auch eine angenehme Erfahrung. Die Nachmittage mit "Ti-Punch" (einem lokalen Getränk) nach der Arbeit, während derer wir Papagaie und Tukane über unsere Köpfe fliegen sahen, und die nächtlichen Spaziergänge mit Ben und Jef auf der Suche nach Fröschen und Schlangen und unter dem Geschrei von Brüllaffen werden wir nie vergessen. Wir hatten das Glück viele Tierarten in der Wildnis anzutreffen, darunter verschiedene schöne Frösche, Kaimane, kleine Affen wie die Saimiri und Tamarin, die berühmte Lederschildkröte und die seltenen Schlangen Anakonda und Boa constrictor. Rückblickend auf das Leben und die Feldforschung in Französisch-Guyana können wir sagen, dass es zweifelsohne eine spannende Erfahrung und ein Abenteuer war. Wir behalten beide sagenhafte Erinnerungen an diesen unglaublichen Aufenthalt von vier Monaten in Französisch-Guyana.

Abschliessend möchten wir uns an dieser Stelle gerne bei einigen Menschen, die zum Erfolg unseres Projektes beigetragen haben, bedanken. An erster Stelle möchten wir uns gerne bei den Leuten vom Trésor Reservat bedanken, insbesondere bei Hélène Guillen für ihre Hilfe in praktischen Angelegenheiten und für ihre Gastfreundlichkeit und bei Ben und Jef für die schönen Momente, die wir mit ihnen verbracht haben, und für ihre unverzichtbare Hilfe und ihr Wissen. Den Leuten vom CIRAD, Christopher Baraloto und Lilian Blanc und auch Pascal Petronelli und Petrus Naisso für ihre wertvolle Hilfe bei unserem Forschungsprojekt. Stephan Guitet und Bernard Perrin von der ONF für das Teilen von Daten und die Unterstützung unseres Projekts.
Schliesslich möchten wir uns gerne bei den Niederländischen Finanzierungsorganisationen (Van Eeden fonds, K.F. Hein, Alberta Menega und Miquel fonds) bedanken für die wichtige finanzielle Unterstützung, ohne die dieses Forschungsprojekt nicht möglich gewesen wäre. Ausserdem sind wir unseren Betreuern, Pita Verweij und Vijko Lukkien, besonders dankbar für ihre konstante Unterstützung und Hilfe während des Projektes.



©2011 Fondation Trésor